DCIM101GOPRO

Wasser von oben, Wasser von unten

Unsere nächste Station verhieß vor allem eins, viel Wasser. Vornehmlich sollte dieses von Unten, nämlich aus dem pazifischen Ozean kommen. Das uns jedoch mindestens genauso viel Wasser von oben erwartet, damit hatten wir nicht gerechnet.

Costa Rica 31. Mai 2014
Heute morgen hieß es die Rucksäcke packen und im Auto verstauen. Die Reise durch Costa Rica mit unserem eigenem Auto würde beginnen. Sind schon sehr gespannt, was uns erwarten wird und wir auf unserer Fahrt alles sehen werden…

Bevor jedoch die Fahrt Richtung Playa del Coco aufnehmen würden, mussten wir noch einen Stop im nahe gelegenen Arenal Natura Ecological Park einlegen. Der Besuch sollte eigentlich bereits gestern Nachmittag erfolgen, doch dazu fehlte die Kraft und Aufmerksamkeit. Heute morgen war davon genug vorhanden und so startete unsere Tour mit unserem Guide Jose durch den Park. Es gab eine kleine Einführung in Krokodile, Kaimane und Schildkröten. Hiervon gab es jedoch nicht all zu viele im Park. Der Park konzentrierte sich auf Schlangen und Frösche aus Costa Rica. Wir erfuhren wer giftig ist und wer nicht. Woher der Giftpfeilfrosch seinen Namen hat, was nicht daran liegt, dass er selbts  Giftpfeile verschießt. Giftig ist an diesem Frosch ist seine Haut am Rücken. Sofern man mit dieser in Berührung kommt, wird das Gift über die Haut aufgenommen. Das hatten sich die Indianerstämme in der Vergangenheit zu Nutze gemacht, und den Frosch durch ein Blasrohr auf Tiere, insbesondere Affen, geschossen – Wie einen Giftpfeil eben.

Auf dem Weg durch den Park konnten wir weiterhin den Blick auf einen großen Tukan (ca. 1m groß) erwischen. Jose wusste nicht nur über die Tiere der Anlage zu berichten, sondern auch über andere Tiere in Costa Rica. Es wurde eine sehr interessante Führung, auf der wir all unsere Fragen beantwortet bekamen. Eine Tour die sich wirklich gelohnt hat.

Im Anschluss startete unsere Fahrt Richtung El Coco. Unterwegs genossen wir die schöne Landschaft, beobachteten einen Nasenbären der die Straße überquerte und Brüllaffen im Baum. Wir legten einen Stop in der „German Bakery“ ein und genossen Weißwurst mit Brezeln. Lecker, lecker! Am Nachbartisch saß ein älteres Rentner Paar aus den USA, die mit ihrem Bus aus den Staaten bis nach Costa Rica gefahren sind und es noch bis Kolumbien schaffen wollen, bevor sie mit ihrem Bus noch nach Australien, Neuseeland und Asien reisen wollen. Beeindruckend die beiden. Werden ein Bild von ihnen an unseren Kühlschrank hängen, damit wir wissen für was wir im Alter sparen.

Auf unserer Route lag noch ein Wasserfall, dem wir einen kurzen Besuch abstatteten, der jedoch zum Baden nicht wirklich einlud. Keine fünf Minuten später, als wir wieder auf dem Panamerican Highway fuhren, öffnete der Himmel wieder seine Schleusen. Da kam so viel runter, dass der Scheibenwischer gar nicht mehr hinterher kam und von Sicht konnte kaum mehr die Rede sein. Der Regen mal stark und weniger stark begleitete uns bis El Coco.

Im Hotel erfuhren wir, dass es der zweite Regen seit November war. Die Einheimischen waren sehr glücklich über den Regen und wir suchten unsere Ponchos. So erkundeten wir den Ort eben mit Poncho. Klärten den Tauchausflug für morgen ab und ließen uns ein weniger gutes Essen schmecken. Beim Essen hatten wir heute mal ein eigenes Lokal ausgesucht und nicht bei TripAdvisor geschaut. Naja das nächste mal werden wir wieder reinschauen, was empfohlen wird.

 


Costa Rica, 01. Juni 2014
Am heutigen Tage stand uns ein Tauchausflug bevor. Um kurz nach acht legte unser Boot ab und ab ging es auf das Meer. Die Aufregung war ab heute morgen sehr groß bei mir. Wie war das noch einmal mit den ganzen Regeln. Welche Zeichen sind besonders wichtig und was mache ich wenn ich Wasser in der Maske habe. Fragen über Fragen und die Aufregung wurde immer größer. An Bord gab es noch ein paar Einweisungen und an hieß es Ausrüstung anlegen. In den Taucheranzug gequetscht, Gewichte um den Bauch und Flasche auf den Rücken und ab gings ins kühle Nass.

Nachdem wir unten am Grund ankamen, war es wie Fahrradfahren. Man zerbricht sich den Kopf und dann kommt alles schon von alleine wieder. Gleich zu Beginn konnten wir zwei Rochen beobachten, die über uns hinwegzogen. Riesige Fischschwärme gab es zu bestaunen und Moränen. Die Sicht war allerdings nicht so gut. Hier waren wir sicherlich sehr verwöhnt von den Philippinen. Im zweiten Tauchgang hatten wir dann das große Glück drei Riffhaie bestaunen zu dürfen. Sie lagen ganz gemütlich ab Grund herum und ließen sich durch uns kaum stören. Faszinierend diese Unterwasserwelt und es gibt immer wieder etwas neues zu entdecken. Leider geht die Zeit viel zu schnell vorbei und der es wird angezeigt, dass wir jetzt auftauchen.

Nach einem Spaziergang durch das kleine Örtchen und einem Snack in einer gemütlichen Bar, entspannten wir am Pool des Hotels. Am Abend hatten wir ein ausgezeichnetes Essen in einem schönen Restaurant. Es war kein Vergleich zu dem Essen gestern Abend.

 

Ein Gedanke zu „Wasser von oben, Wasser von unten“

  1. Hallo ihr Beiden,

    also ich konnte auf euren Fotos keine Riffhaie entdecken. Ihr erzählt uns doch etwa keine Märchen, oder 😉

    Wir wünschen Euch weiterhin viel Spaß und lasst es Euch gut gehen. Wir genießen auch mal ein wenig Urlaub und surfen eine Welle für Euch mit.

    Ganz liebe Grüße

    Lutz & Kerstin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.