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Von viel Regen (im) wald und den wenigen Tortugas

Tortuguero liegt in Mitten eines großen Nationalparks. Das kleine Dorf ist nur per Boot oder Flieger zu erreichen. Ringsherum gibt es nur Urwald und Wasser. Dafür aber auch jede Menge Tiere. Bekannt ist Tortuguero vor allem für seine Schildkröten (Tortuga heisst auf spanisch für Schildkröte). Jährlich kommen hier hunderte Schildkröten an Land um Ihre Eier abzulegen. 

Costa Rica, 06. Juni 2014

Frisch ausgeruht machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg Tortuguero ein wenig zu erkunden. Am Straßenrand eine frische Kokosnuss gekauft und den Schulkindern auf dem Schulhof bzw. Wiese beim Fussball spielen zugeschaut.

Am Strand entlang ging es Richtung Forschungsstation für Schildkröten (Caribbean Conservation Corporation). Hier konnten wir einen kleinen Film über die Meeresschildkröten schauen und der Arbeit der Forschungsstation, die im Jahr 1959 ins Leben gerufen wurde. Hier kümmert man sich liebevoll um die Erhaltung der drei Meeresschildkröten, die hier jedes Jahr zur Eiablage an Land kommen. Im Anschluss wurden uns die drei Arten näher gebracht und anhand von Schautafeln die wichtigsten Fakten erklärt. Schon sehr beeindruckend diese Tiere.

Für den Nachmittag hatten wir eine Kanutour gebucht. Noch schnell ein Ticket für den Nationalpark kaufen und die Tour sollte mit dem Kanu starten. Hier im Park gab es noch einen Spinnenaffen zu beobachten, der laut unserem Guide nur schwer zu finden ist. Ab ins Kanu und wir begannen unsere Rundreise durch kleine und große Wasserstraßen. Es gab Affen zu beobachten, verschiedene Vögel und ganz viel Natur in Form von Pflanzen und Bäumen. Einfach sehr, sehr schön so durch das Wasser zu gleiten und die Natur genießen zu können. Es hat etwas ganz beruhigendes und gefällt uns viel mehr, als mit dem Motorboot und weiteren 8 Touristen durch die Gegend geschippert zu werden.

In der Mitte der Tour wurde die Idylle von Regen unterbrochen. Anfangs war es noch lustig und gar nicht schlimm, da ein Poncho an Bord war. Doch als Blitz und Donner gleichzeitig zu hören bzw. zu sehen waren, wurde es einem doch etwas mulmig. Unser Guide hatte jedoch die Ruhe weg und schipperte weiter mit uns durch die schöne Landschaft. Sofern er sich keine Sorgen macht, wird schon alles in Ordnung sein. So genossen wir die andere Hälfte bei wirklich starkem Regen, der einfach nicht weniger werden wollte. So bekamen wir sogar noch eine Schildkröte zu sehen, die seelenruhig die Blätter anknabberte im Wasser.

Am Abend wurde der Regen dann etwas weniger und wir genossen nach dem Abendessen noch einen kleinen Spaziergang am Strand. Die Hoffnung war ein klein wenig vorhanden, vielleicht eine Meeresschildkröten zu finden, die am Abend zur Eiablage an Land kommen. Weit sind wir nicht gekommen, denn es ist wohl verboten, ab dem Abend am Strand ohne Guide spazieren zu gehen. Wir wurden vom Strand verwiesen. So blieb uns die Schildkröte hier in Tortuguero leider verwehrt. Dies sollte sich im Laufe unserer Reise aber noch ändern.

So ging es an dem Abend zurück zur Unterkunft und wir dachten bereits jetzt mit Vorfreude an unsere Weiterfahrt. Auch wenn das hier ein recht schöner, ruhiger Ort ist. Um jedoch den Reiseführern an dieser Stelle zu zitieren

„Feucht“ ist noch das trockenste Wort, um diesen Nationalpark (Tortuguero) zu beschreiben….Da im nördlichen Teil des Parks Niederschläge von bis zu 6000mm im Jahr fallen, ist diese Region eine der feuchtesten Gegenden Costa Ricas.

Wir haben an dieser Stelle nichts hinzuzufügen. Der Regenwald macht seinem Namen hier alle Ehre. Wir hoffen morgen den muffigen Geruch aus dem Gepäck wieder los zu werden. Definitiv zu viel Regen für zwei Tage.

 

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