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Am Fuße des Vulkans

Unser nächster Beitrag ließ leider etwas auf sich warten. Nun jedoch haben wir etwas Zeit gefunden mal wieder zu berichten – Über unseren Aufenthalt am Fuße des Vulkans Arenal, im Herzen Costa Ricas.

Costa Rica 29. Mai 2014
Heute würde uns die Reise nach La Fortuna bringen. Der Bus holte uns um 8 Uhr am Hotel ab und nachdem alle Passagiere eingesammelt wurden, ging die Reise los. Wir genossen rund 1,5 Stunden eine wunderschöne Aussicht auf die Landschaft. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie grün hier alles ist und es stellt sich schon die Frage, ob es nur an der Regenzeit liegt. Überall Berge, kleine Hügel und ab und an hat man das Gefühl irgendwo in den Alpen zu sein. Mit einem kleinen Boot wurden wir an einem See übergesetzt und bereits auf der anderen Seite von einem Bus erwartet, der uns zu unserer Unterkunft bringen würde.

Während der Überfahrt konnten wir die ganze Zeit die Aussicht auf den Vulkan mit dem klangvollen Namen Arenal genießen. Es handelt sich hier um einen aktiven Lavavulkan, der jedoch seit dem Jahr 2010 nicht mehr ausgebrochen ist. Bis dahin konnte man hier wohl den Lavastrom am Berg bestaunen, was gerade in den Abend und Nachtstunden ein traumhafter Anblick gewesen sein musste.

Unsere Unterkunft lag etwas außerhalb der Stadt La Fortuna, da wir lieber eine Unterkunft haben wollten, die ruhig gelegen ist und einen Blick auf den Vulkan bietet. Hier hatten wir uns wirklich etwas schönes ausgesucht. Wir bekamen ein kleines Häuschen und konnten den Vulkan in seiner ganzen Pracht bestaunen. Er scheint jedoch etwas schüchtern zu sein, da er sich sehr oft in den Wolken versteckt.

Von unserer Unterkunft aus konnten wir unseren Leihwagen für die nächste Woche organisieren. Er wurde uns direkt gebracht und nachdem alle Details geklärt waren, konnte die Erkundungstour auch schon losgehen. Unser Auto für die nächsten Tage ist ein Toyota Rav 4, damit auch jede noch so holprige Strecke für uns passierbar ist.

Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit,  konnten wir lediglich eine kurze Erkundungsfahrt vornehmen und uns ein wenig umschauen, was wir morgen unternehmen wollen. Auf dem Rückweg legten wir eine Stop bei den heißen Quellen ein. Es handelt sich hier um einen Fluss der Badewannentemperatur hat. In den umliegenden Hotels und Resorts kann man für 30 Dollar aufwärts ein Ticket kaufen und in den heißen Quellen (Pools) baden. In dem nahe gelegenen Fluss jedoch, kann man ohne Eintritt planschen gehen. Allerdings muss man hinzufügen, dass die Atmosphäre drum herum sicherlich nicht die schönste ist, da das Landschaftsbild von einem sehr unschönen Tunnel unterbrochen wird.

Für uns hat es gereicht, da wir lediglich mal rein springen wollten und damit war die Neugier auch schon befriedigt. Auf dem Heimweg öffnete der Himmel auch schon seine Schleusen. Da hat man keine Chance trocken zum Auto zu kommen. Wenn es hier anfängt zu regnen, dann gleich richtig. So traten wir mit zwei Passagieren mehr die Heimfahrt an und fuhren nach La Fortuna. An den heißen Quellen sammelten wir zwei Urlauber aus Holland ein, die per Anhalter unterwegs waren und bereits seit über einem Jahr durch die Welt reisen (ach wie schön…). Da werden doch gleich wieder Erinnerungen wach.

Coste Rica 30.Mai 2014
Entspannt starteten wir heute in den Tag. Gestärkt vom Frühstück und noch einer gebuchten Verlängerungsnacht, konnten wir den Tag in Angriff nehmen. Unser Ziel: Die Observation Loge in der man ausgewiesene Route erwandern kann. Gestern hatten wir bereits einen Plan bekommen und heute wollten wir den Weg in Angriff nehmen. Eine Wanderung zum Cerro Chato, dem kleinen Vulkan-Bruder des Arenal. Im Krater dieses kleinen Bruders befindet sich ein See in dem man schwimmen gehen kann. Ausgestattet mit Schwimmkleidung, Essen und Trinken ging die Tour los. Es startete ganz angenehm auf Schotterwegen. Links und rechts erstrecken sich eingezäunte Wiesen oder kleinere Waldabschnitte. Wir hatten sogar Glück einen kleinen Tukan beobachten zu können.

Es dauerte jedoch nicht lange und der steile und anspruchsvolle Anstieg stand bevor. Das Schild wies 1540m aus, was sich nicht viel anhörte. Der Weg führte über Stock, Stein und IMMER Bergauf. Am Anfang gab es noch einen Blick nach links und rechts für die Natur, in der Hoffnung etwas zu entdecken, am Ende jedoch überwiegte die Hoffnung edlich oben anzukommen.  Minuten um Minuten vergingen und der Weg führte immer weiter hinauf. Zum Glück gab Christof meinen persönlicher „Peacemaker“, der mich animierte weiter zu gehen. Die Lust und Kondition war am Ende ziemlich niedrig und so war ich froh, als es bald nicht mehr aufwärts ging, wir jedoch einen schönen Blick nach unten in den Krater auf den See genießen konnten.

Zum See mussten wir noch ein wenig Bergab laufen und das Ziel war erreicht. Einer Erfrischung von Gesicht und Armen stand nun nichts mehr im Wege. Das schwimmen im See hatten wir ganz schnell wieder verworfen, da die Stelle nicht wirklich zum Baden einlud. Gestärkt von ein paar Keksen und einem Apfel wurde der Rückweg in Angriff genommen. Dieser ging etwas schneller, da nicht so viele Pausen eingelegt werden mussten. Diese Tour war doch ganz schön anstrengend, hat sich aber gelohnt.

Auf dem Rückweg passierten wir noch eine Hängebrücke und einen Wasserfall. Damit war der heutige Erkundungsrundweg abgeschlossen. Der Wunsch nach einer heißen Dusche, einer eiskalten Cola und einfach Beine hoch legen war riesengroß.
Am Abend kehrten die Lebensgeister so langsam wieder zurück und wir konnten in La Fortuna ein typisch costaricanisches Gericht genießen „Casado“. Ein ganz einfaches und authentischen Lokal ohne viel Schnickschnack, dafür jedoch ganz freundliche Bedienungen und leckeres Essen.

 

Ein Gedanke zu „Am Fuße des Vulkans“

  1. Hallo Ihr Beiden,
    wie Euren Berichten zu entnehmen ist, habt Ihr ja bereits wieder eine ganze Menge gesehen, erlebt und neue Eindruecke gesammelt. Zu Hause werden wir uns Eure Berichte erst einmal in Ruhe ansehen, denn leider haben wir nur in der Schule eine Internetverbindung . Diese Woche haben wir mehr Zeit, da diese bereits um 12:15 Uhr fuer uns endet. In der letzten Woche haben wir uns aber trotzdem eine ganze Menge von London ansehen koennen. Mit der U-Bahn kann man die Innenstadt sehr schnell erreichen und es ist auch preiswert und sie verkehrt in kurzen Zeitabstaenden.
    Eine Woche haben wir noch vor uns und so gibt es auch fuer uns noch viel zu entdecken.
    Wir wuenschen Euch noch eine schoene Zeit und unfallfreie Fahrt mit Eurem Mietauto.
    Liebe Gruesse und bis bald
    Mama und Papa

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